Das Projekt wurde gefördert vom Land Berlin im Rahmen der Qualitäts- und Innovationsoffensive “Hybride Lehre”.
Im Rahmen unserer Tätigkeit für das QIO-Verbundprojekt “Hybride Lehre”, haben wir im Projektzeitraum von Aug 2022 bis Dez 2024 unter anderem ~
| Aug 2023 | einen Lunchtalk zusammen mit TU, Charité und BHT ausgerichtet zur gegenseitigen Präsentation des Entwicklungsstandes unserer Protypen “digitaler Koffer (TU)” und “mobiles Streamingkit (UdK)” |
| Dozenten interviewt, die hybrid unterrichtet haben und die Interviews aufgezeichnet | |
| einen Lunchtalk mit Prof. Lukas Feireiss zum didaktischen Konzept seiner Lehrveranstaltungen durchgeführt | |
| angesichts der Neuentwicklung einer Streamingplattform für die TU, den Kontakt zu den Entwicklern von “stream.udk-berlin.de” hergestellt | |
| die Technische Universität zu Audiotechnik und Raumakkustik beraten | |
| ein mobiles Streaminkgit gebaut | |
| Mitarbeiter geschult, wie man das Streamingkit bedient | |
| ein Seminar zum künstlerischen Einsatz von Virtual Reality technisch umgesetzt | |
| ab Okt 2022 | hybrid stattfindende Vorlesungen, Ringvorlesungen und Tagungen ausgerichtet, technisch umgesetzt und dabei drei verschiedene Lehr- und Lernszenarien entwickelt |
| gemeinsam mit der TU Verträge zu Datenschutz und Urherberrecht zur Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen und studentischen Wortbeiträgen geschrieben | |
| Jan 2025 | unser Streamingkit auf einer Konferenz an der BHT öffentlich vorgestellt |
| eine Anleitung zur Benutzung des Streamingkit geschrieben | |
| eine Bauanleitung für das Streamingkit geschrieben | |
| die Signalführung und Verschaltung der Komponenten des Streamingkit schematisch dargestellt | |
| ein Rechtsgutachten von der Rechtsabteilung der Universität der Künste angefragt |
In die hybride Lehre werden große Hoffungen gesetzt. Insbesondere im Hinblick auf
Definition “Hybride Lehre”
In hybriden Lehr- und Lernszenarien sind ein Teil der Studenten vor Ort und in in einem Raum mit dem Dozenten und ihren Komillitonen und ein anderer Teil der Teilnehmer nimmt remote an der Veranstaltung teil, also von anderen Orten aus. Dieses Setting stellt eine besondere Herausforderung für die didaktische Gestaltung von Lehrveranstaltungen dar. Insbesonde im Hinblick auf folgende Fragen:
Allgemeine Erkenntnisse
Umsetzung und Design
Das Streamingkit und die anderen Lehrsettings wurde in drei Schritten entwickelt, die mehrfach durchlaufen wurden:
In der Explorations- und Evaluationsphase haben wir
Mithilfe dieser Erkenntnisse haben wir unsere Lehrszenarien entwickelt.
hybride Lehrveranstaltungen lassen sich einteilen nach
Die mögliche Größe einer hybriden Lehrveranstaltungen hängt ab von:
Es gibt acht mögliche Kombination der Parameter Veranstaltunggröße, Technikeinsatz und Interaktionsgrad. In der Praxis kommen hauptsächlich fünf Kombinationen vor:
| Größe der hybriden Veranstaltung |
wenig Interaktion | viel Interaktion |
|---|---|---|
| hoher Technikeinsatz |
groß(2.) | klein(5.) |
| geringer Technikeinsatz |
groß(1.) • klein(3.) | klein(4.) |
Typen:
Warum nicht alle acht Kobinationen vorkommen:
beobachtete Herausforderungen:
Feedback von Studenten
Optimierungen
wichtige Frage die immer berücksichtigt werden muss: Kann eine Lehrveranstaltung auch schlechter werden, wenn sie hybrid stattfindet? Insbesondere bei hybriden Seminaren führt die Gleichbehandlung (“treat everyone as equal”) dazu, dass die Interaktion vor Ort leidet (“treat everyone as online”).
das Studium Generale hat im Projektzeitraum folgende hybride Lehrveranstaltungen durchgeführt oder unterstützt und dabei drei Lehrszenarien entwickelt:
| Lehrszenario | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| WS 2022/23 | Prof. Lukas Feireiss | Juxtapositions | 1 | ||
| Nöth | Performativity of Class | 1 | |||
| Aleithe, Wienigck | Ringvorlesung Institutionsgeschichte | 1 | |||
| Haverich, Parente | Artistic Practises in the Metaverse | 3 | |||
| SS 2023 | Prof. Feireiss | Juxtapositions | 1 | ||
| Hübl | Bullshit-Resistenz | 1 | |||
| Lüth | Kunst/Erziehung im NS | 2a | |||
| WS 2023/24 | Feireiss | Juxtapositions | 1 | ||
| Healing Arts | 1 | ||||
| Kelly | Koloniale Amnesie | 1 | |||
| The Souls of white Volk | (digitale Ausstellung) | ||||
| Haverich, Parente | Artistic Practises in the Metaverse | 3 | |||
| Okereke | Exploring a Void | 2c | |||
| SS 2024 | Feireiss | Juxtapositions | 1 | ||
| Healing Arts | 1 | ||||
| Kelly | Kulturelle Amnesie | 1 | |||
| Lüth | Gegenwart auslegen | 2b | |||
| WS 2024/25 | * | Ringvorlesung Studium Planetare Perspektiven | 1 | ||
| Kelly | Talking about a Revolution | 1 | |||
| Doganer, Ackgül | UdK Tuesday | 1 | |||
Die Universität der Künste Berlin hat ab WS 2022/23 ein mobiles Streamingkit entwickelt. Wir haben verschiedene Prototypen gebaut, im laufenden Lehrbetrieb eingesetzt, evaluiert und verbessert. Seit SS 2024 liegt die finale Version vor.
Die Fragestellung und Arbeitshypothese war: Kann man auch für unter 10.000 Euro ein mobiles Streamingkit bauen, mit dem man zugleich den Ton im Raum abmischen und externe Zuschauer und Dozenten in das Lehrgeschehen vor Ort einbinden und das Video hinterher (ohne Schnitt) bereitstellen kann?
Hintergrund: Die UdK ist weit über die Stadt Berlin verteilt und hat zudem als Kunstuniversität keine Vorlesungsräume, die mit hybrider Technik ausgestattet sind. Außerdem gab es keine finanziellen Mittel, um die Räume technisch auszustatten. Vor diesem Hintergrund war es nötig, dass nicht die Lehrveranstaltung zum technisch gut ausgestatteten Raum kommt, sondern die Technik mobil an die Orte kommen muss, wo hybrid unterrichtet werden soll. Das Streamingkit hat sich so zu einem “Schweizer Taschenmesser” der hybriden Lehre ausdifferenziert, das preiswert und mobil ist und mehrere Funktionen in sich vereint, die man unabhängig voneinander nutzen kann.
Wir haben das Streamingkit hauptsächlich für hybride Vorlesungen genutzt, bei denen über mehrere Semester Mitschnitte mit hochkarätigen Gästen aus Kunst, Kultur und Medizin entstanden sind aus denen nach und nach ein umfangreiches Archiv aufgebaut werden konnte.
Varianten
Zielsetzung
Erkenntnisse
To do:
Wir haben das Streamingkit aus der Vorlesung für ein kleines Seminar genutzt. Ein kleineres Format hat aber ganz andere Anforderungen. Ein Setting mit zwei Kameras schafft Barrieren und hemmt die Aktivität der Teilnehmer.
Vorteile hybrid:
Im zweiten Durchlauf des Lüth-Seminars haben wir auf weniger Technik gesetzt und der Dozentin eine Kandao Meeting Pro zur Verfügung gestellt. Dieses Gerät hat eine Rundumkamera und erkennt, wenn jemand spricht und stellt diese Person in einer Portraitansicht dar. Allerdings ist das Mikrofon nicht so gut. Deswegen kann dieses Setup nur für Räume mit wenig Hall eingesetzt werden.
Die Dozentin hat zwei Seminare zusammengeschaltet und die Sitzung gemeinsam mit der anderen Dozentin moderiert. Zwecks Aufzeichnung haben wir für die Dozentin vor Ort eine zweite Kamera bereitgestellt und den Input extra aufgezeichnet. Zusätzlich dazu wurde die Situng in Webex aufgezeichnet. Problematisch war hier, dass man die Aufnahme nicht herunterladen kann und sich diese nach einen Jahr automatisch löscht. Bei diesem Setting haben wir von anfang berücksichtigt, dass die Dozentin die Technik auch alleine aufbauen können soll.
Diese Varinate unterscheidet sich von Varinate 2b darin, dass nichts aufgezeichnet werden muss. Hier hat eine Mitarbeiterin ohne technische Expertise die Technik aufgebaut und die Gruppe dann damit alleine gelassen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das geht. Statt der Kandao Meeting Pro haben wir zuerst eine Logitech “Ralley" genutzt.
To do:
To do:
Erkenntnisse
Erwähnenswertes aus dem Interview:
zuletzt geändert: 25. Okt 2025
Grossmann, J. (2025): Hybride Lehre UdK Berlin, Projektseite für das Berliner Netzwerk “Hybride Lehre”, hrsg. v. Studium Generale der Universität der Künste Berlin, https://studiumgeneraleudkberlin.de/hybridelehre/.